„Lachen ist für die Seele dasselbe, wie Sauerstoff für die Lungen.“

Hallo liebe Leser,

das Zitat von Louis de Funés, finde ich, trifft ganz gut, über was ich schreiben will und ist stimmig mit Covid 19, der Lungenkrankheit, die uns alle in Atem hält, denn die Corona-Zeit geht weiter. Im Zuge dessen, möchte ich ein paar Beobachtungen mit Euch teilen, die ich in den letzten Wochen gemacht habe.

In Deutschland gehen wir ja immer noch vor die Tür und dürfen uns auch sportlich an der Luft betätigen, sofern wir uns an die auferlegten Regeln halten, wie den Abstand von ca. 2 Metern wahren, nicht mehr als 2 Personen etc. zusammen (Ausnahmen bei Familien etc.).

Grimmig dreinschauen ist keine Corona-Regel

Doch wenn ich mit meinem Fahrrad in unser Büro fahre (wo derzeit nur mein Lebensgefährte und ich sind) kommt es mir vor, als ob Freundlichkeit und Lächeln aus unserem Alltag gestrichen sind. Viele Menschen sind jetzt schon recht früh morgens unterwegs. Viele haben entweder Urlaub, Kurzarbeit oder müssen die Kinder bespaßen. Noch schlimmer – sie müssen einkaufen gehen. Klar, das ist alles nicht gerade der pure Spaß und nervig. Und ja: Vielleicht dreht man auch mal durch und schreit mal ein wenig zu Hause rum. Aber mein Gott, das sind völlig normale Emotionen in solch einer Situation! Ständig jedoch mit einem Gesicht rumzulaufen, dass mindestens einem Monat Regenwetter entspricht – KEINE OPTION! Viele joggen, doch man hat den Eindruck, es sei eine unendliche Qual für sie. Die meisten schauen doch schon sehr verbissen drein. Ich habe schon viele schwierige Situationen in meinem Leben meistern müssen, habe aber immer versucht, meinen Humor und Lebensfreude zu erhalten. Denn wenn man das nicht mehr hat – dann kann man sich gleich die Kugel geben. Der Lieblingsspruch meiner Mutter an dieser Stelle: Spaß muss sein, sonst geht keiner mit auf die Beerdigung!

Schenke ein Lächeln!

Und gerade jetzt möchte ich nun mal eine Lanze für unsere ältere Generation brechen. Nicht alle, aber doch sehr viele, sind sehr entspannt unterwegs und sehen dem Ganzen etwas gelassener aber auch mit Realismus entgegen. Besonders wissen sie, dass Durchdrehen nicht hilft und schlechte Laune schon gar nicht. Ein freundliches ‚Guten Morgen‘ mit einem wunderbaren Lächeln bekomme ich meistens morgens, wenn mir ältere Spaziergänger entgegenkommen. Und wisst ihr was? Da passiert was mit mir. Kaum verziehe ich mein Gesicht und lächle, wir sofort der Impuls in den Körper gesendet, dass ich mich freue und dankbar für alles bin, was ich bis dato erreicht habe, wo ich lebe, dass ich arbeite und vieles mehr.

CARPE DIEM!

ICH ERFREUE MICH AN JEDEM NEUEN TAG! Ich erfreue mich an der Sonne und am Regen. Ich genieße das Vögelgezwitscher und mir macht das Eichhörnchen Spaß, das mit anderen wie verrückt die Bäume rauf und runter rennt. Ich erfreue mich an meiner Gesundheit. Ich bin dankbar dafür, dass ich mich sicher fühlen darf, dass für mich gesorgt wird. Ich genieße die Zeit mit meinem Liebsten, mit dem ich auch arbeiten darf. Ich bin enorm dankbar dafür, dass die Pflege meiner Eltern viele Jahre zurückliegt und ich mich nicht in der Situation wie viele andere mehr befinde, die teilweise auch völlig hilflos sind. Ich weiß, dass wo Schatten ist immer Licht ist und da wo Dunkelheit ist, irgendwann wieder die Sonne scheint.

Ich bin dankbar für….

Die Liste könnte ich endlos weiterführen und je mehr ich schreibe, desto besser fühle ich mich. Probiert es einfach mal aus und nehmt Euch jeden Tag mindestens 5 oder 10 Minuten Zeit nur für Euch und lenkt Eure Aufmerksamt auf das Gute, dass ihr im Leben habt oder was gerade an diesem einen Tag so schön war. Genießt die Emotionen und vor allem LÄCHELT! Und wenn keiner mit Euch lächelt – schaut Euch im Spiegel an und lacht Euch an, und dann werden viele andere auch zurücklächeln.

In diesem Sinne bleibt gesund und genießt die kleinen Dinge im Leben, dann kommen die Großen ungefragt hinterher….

Eure Waltraud